September: Hildegard Skulptur

09-19Hildegard

Hildegard Skulptur

Das Objekt des Monats September ist die mittlerweile überregional bekannte Kopfskulptur der Hildegard von Bingen.

Das außergewöhnliche Exponat, das auf Ausstellungsplakaten und Werbeflyern der Sonderausstellung "Hildegard von Bingen und die Magie der Edelsteine" zu sehen ist, wurde von dem im In- und Ausland bekannten Graveurmeister Erwin Pauly und der Diplom-Designerin Nana Prestel speziell für die temporäre Ausstellung 2019 kreiert.
Die Gravur wurde aus einem ein Kilogramm schweren und 18 Zentimeter langen, brasilianischen Lagenachat in den Farben weiß und hellgrau bis dunkelgrau gearbeitet. Etwa 70 Arbeitsstunden investierte Erwin Pauly in das herausragende Meisterstück.
Den für Nonnen charakteristischen Schleier gestaltete die Goldschmiedemeisterin Nana Prestel. Der Entwurf der Skizzen und Gussformen in Wachs waren sehr aufwendig. Insgesamt wurden für die Silbergussarbeiten etwa 1100 Gramm Silber von 935 Karat benötigt. Material und Gestaltung der gelungenen Kopfskulptur zeugen von einer besonderen Verbundenheit mit der historischen Gestalt.
Hildegard von Bingen war eine außergewöhnlich talentierte und naturverbundene Universalgelehrte und Heilige. Der Achat ist einer der Heilsteine, die Hildegard in ihrem Buch „Physica“ beschreibt.
Ihre Erforschungen der Naturkunde und der Medizin sowie ihre seherischen Fähigkeiten wurden durch die mittelalterliche Sozialstruktur, die katholische Kirche, die strengen Klosterregeln und die begrenzten Befugnisse der mittelalterlichen Frau eingeschränkt.

Dennoch galt Hildegard schon zu Lebzeiten als Volksheilige, während die offizielle Heiligsprechung durch die katholische Kirche erst im Mai 2012 durch Papst Benedikt XVI erfolgte.

 
 

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